Essbare Wildkräuter

Basilikum, Petersilie und co. kennt ja jeder, aber hast Du schonmal was von Ackersenf, Zaunwicke und Gundermann gehört? Nein? Ich auch nicht und dabei wachsen die bei uns direkt um die Ecke am Feldrand. Um etwas daran zu ändern bin ich also sonntags zu einem „Wildkräuterspaziergang“ geführt von Helga Schmidt gegangen. Obwohl es die gesamten 2 Stunden geregnet hat und es eiskalt war habe ich viel Neues kennengelernt und die einen und anderen Wildkräuter sind mittlerweile ein gern gesehener Gast in meiner Küche.

Wilder Schnittlauch

Für Dich gibt es hier jetzt eine kleine Wildkräuterkunde:

Zu dem wilden Schnittlauch auf dem ersten Bild muss ich wohl nichts weiter sagen. Steht dem gekauften in nichts nach, und wenn Du Glück hast kannst Du sogar ein Exemplar mit den lila Knospen finden. Die kannst Du kleinmachen und mitessen. Sieht nicht nur schön aus, sondern bringt auch durch das Lila noch Farbe in Deinen Kräuterquark.

Ackersenf

Die jungen Blätter des Ackersenfs kann man als Wildgemüse in Salaten oder Kräuterquarks essen. Da die Blätter scharf sind, eignen sie sich eher als würzender Teil eines Salates als als Hauptbestandteil. Die Samen kann man als Sprossen keimem lassen und frisch verzehren.

Pfeilkresse

Pfeilkresse kannst Du ähnlich wie Kresse einsetzten. Schmeckt nur ein wenig schärfer.

Flieder

Die Flieder Blüten aromatisieren gleichermaßen Essig, Öl, Fruchtsaft, Wein oder einfach Wasser. Als Soßen-, Suppen- oder Cremezutat können sie nahezu jedes Gericht verfeinern. Fein gehackt machen sie Vinaigrettes schmackhaft und geben Aufstrichen eine besondere Note.

Johanniskraut

 Aus dem Johanniskraut kannst Du Dir einen leckeren Tee machen der gleichzeitig noch gegen einen Stimmungsblues hilft. Johanniskraut ist schon seit hunderten von Jahren für seine Hilfe bei Depressionen und Antrieblosigkeit bekannt.

Melde

Gartenmelde wird entweder zubereitet wie Spinat oder junge Blätter werden roh im Salat verwendet. In Frankreich isst man die Gartenmelde mit Sauerampfer. Beim Kochen der roten Varietät verlieren die Blätter die Farbe nicht, obwohl das Kochwasser noch eine Suppe färben kann. Der Geschmack der Blätter ist angenehm mit einer bitteren Komponente.

Franzosenkraut

Schmeckt wie Kopfsalat und kann auch so zubereit werden. Oder wie Spinat kochen.

Giersch

Wenn Du Giersch einmal in Deinem Garten hast wirst Du ihn nur schwer wieder rausbekommen. Die Pflanze ist ganz schon hartnäckig. Also lieber aufessen anstatt sich zu ärgern :-) Giersch schmeckt wie Petersilie und wird ebenso in der Küche eingesetzt. Also z.B. in Suppen, im Kräuterquark und und und.

Junges Fichengrün

Aus den jungen Fichtengrün, also die Fichten die ganz ganz hell grün und frisch sind kannst Du ein super leckeres Pesto mit Nüssen, Parmesan und Olivenöl machen.

Wiesenbeerenklauf

Junge Blätter und Triebe kannst Du als Wildgemüse und Wildsalat essen. Die jungen Triebe erinnern etwas an Spargel.

Beifuß

Kein Gänsebraten ohne Beifuß! Jedes Jahr um St Martin wird für viel Geld Beifuß in den Supermärkten verkauft. Dabei wächst er am Straßenrand.

Aber der Beifuß passt auch sehr gut zu Suppen, beispielsweise Gemüsesuppe, Bohnensuppe oder Kartoffelsuppe. Auch deftige Gerichte mit Fleisch, Fisch, Käse oder Pilzen profitieren vom Beifuß, sei es direkt als Gewürz bei Fleisch oder in Form einer begleitenden Soße, die mit Beifuß gewürzt wurde.

Taubnesseln

Die kleine Schwester der Brennessel zu erkennen an den weißen Knospen. Ein Tee aus Taubnesseln hilft bei Bauchkrämpfen.

Löwenzahn

Mach Dir aus Löwenzahn einen Salat, er schmeckt ähnlich wie Rucola!

Gundermann

Gundermann sieht mit seinen kleinen lila Blüten nicht nur super aus, sondern schmeckt auch wirklich lecker. Ich mache Gundermann oft wegen der schönen Optik in Kräuterbutter.

Gänseblümchen

Die Gänseblümchen sind ein optisches Highlight auf Deinem nächsten Salat.

Knoblauchrauke

Der Name läßt es schon erahnen. Die Knoblauchrauke kannst Du wie Knoblauch für Deine Salate, Kräuterbutter etc einsetzten. Ich hab damit allerdings bisher nur frisch gearbeitet. Wie das ganze funktioniert wenn man es erhitzt weiß ich nicht.

Du siehst es gibt viel zu Entdecken und zu Probieren – ich hoffe Du hast viel Spaß dabei!
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One thought on “Essbare Wildkräuter

  1. 27. April 2014 at 12:41

    Interessant finde ich die Informationen mit Abbildungen über essbare Wildpflanzen und Blüten.
    Ich beschäftige mich hobbymäßig mit Pflanzenbestimmung und der Verwendung essbarer Wildkräuter und Blumen in Speisen.
    Man kann immer noch etwas dazu lernen, beispielsweise dass man Fliederblüten auch kulinarisch verwenden kann.

    Herzlichen Dank!

    Waltraud Katharina Schwefer
    http://www.hutwaltraud.de

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