Bonjour Alsace – Ein Tag in Straßburg

Straßburg wird ja oft die Hauptstadt Europas genannt. Bei den zahlreichen EU-Institutionen, wie zum Beispiel das Europaparlament & der Europarat, allein dadurch absolut zu rechtfertigen. Ich finde jedoch Straßburg verdient diesen Beinamen auch durch seine Vielfalt und Gegensätze die meiner Meinung nach Europa ausmachen.

Beispiele gefällig? Bitteschön:

  • Fachwerkhäuser neben futuristischen Glaspalast
  • Straßenschilder gleich in doppelter Sprachausgabe
  • Touristenkitsch im Überfluss und trotzdem das zuhause von ARTE
  • Sauerkraut meets Sterneküche
  • rustikale Gemütlichkeit vs knallharte Europa-Politik

Und ganz nebenbei ist Straßburg natürlich vor allem eins: Wunderschön! Am Besten entdeckst Du Straßburg zu Fuss und schlenderst durch die Straßen und Gassen. Genau das hab ich dann auch gemacht und habe Dir ein paar Eindrücke von meinem Tag in Straßburg mitgebracht.

Wenn Du wie ich mit der Bahn nach Straßburg anreist (3.5h Fahrt ab Köln), ist direkt das erste Highlight der Bahnhof selbst. Innendrin ein alter Bahnhof aus historischem Gemäuer überzogen mit einer Art Ufo aus Glas. Ich mag ja generell diese Kombi von alt und neu und liebe es wenn die Glasfassaden die alten umstehenden Gebäude spiegeln.

Bahnhof Straßburg

 

 

Zu Fuß geht`s dann Richtung Münsterplatz. Vorbei an diesem Kino, dass ich gerne mal von innen gesehen hätte.

 

Ich stelle mir rote Plüschsessel und alte hochdramatische Schnulzen im Programm vor. (Gerade kurz gegoogelt: Rote Sitze ja, Plüsch nein, alte Schnulzen nein. Dafür dickes Multiplex Blockbusterprogramm)

 

Wer lieber Fahrrad fährt statt zu Fuß zugehen kann sich auch eins dieser schicken Rädchen bei einer der vielen Vélhop Stationen ausleihen. Mehr Infos dazu findest du hier. Die meisten haben sogar Körbchen vorne dran. Endlich hat da mal einer mitgedacht. Ich wünschte die Kölner DB Bikes hätten auch welche.

 

Das Wahrzeichen der Stadt ist das Münster mit seinem 140 Meter hohem Turm. Sieht aus wie eine beeindruckende Mischung aus Notre-Dame und dem Kölner Dom. Im Inneren erwartet Dich neben einer riesigen Fensterrose (15m Durchmesser – nicht schlecht, was?), eine Orgel mit 40 Register und 2602 Pfeifen (ja, das hab ich gegoogelt) die astronomische Uhr.

Wenn Du in dem imposanten Gotikbau das Gefühl hast in einer anderen Zeit gelandet zu sein hast Du Recht. Hier tickt nämlich zumindest die besagte astronomische Uhr anders.

Nach der eigens nur für diese Uhr geschaffenen „Straßburg-Zeit“ um genau zu sein. Warum soll nur nach Greenwich eine eigene Zeitzone benannt sein? Lächerlich! Die Uhr ist nach dem Straßburger Meridian eingestellt und schlägt statt um 12:00 erst um 12:30.


Dann aber mit großem Buhei: Neben der „normalen Zeit“ werden zusätzlich  mehrere astronomische Zeiten angezeigt. Die Mechanik der Uhr setzt ein  Räderwerk mit vielen Figuren in Bewegung. Überall dreht und bewegt sich was – davor stehen hundert Menschen und machen Fotos. Ich auch.

Den Südturm der Cathédrale kannst Du übrigens auch über knapp 300 Stufen besteigen. Ich hab das leider nicht gemacht, die Aussicht soll aber ganz großartig sein.

Öffnungszeiten:

Täglich
von 07.00 Uhr bis 11.20 Uhr
und von 12.35 Uhr bis 19.00 Uhr

Mehr Infos findest Du auf der offiziellen Website unter http://www.cathedrale-strasbourg.fr/deutsch.aspx

Nicht verpassen solltest Du das Gerberviertel oder auch „Petit France“ genannt. In dem Stadtviertel direkt am Wasser findest Du Straßburg wie aus dem Bilderbuch.

Bunte Fachwerkhäuser, Kopfsteinpflaster, enge Gassen, kleine Plätze mit Straßencafes und Restaurants die mit Tarte Flambée und anderen Leckereien locken, kleine Shops mit schönen Dingen, kleine Shops mit Kitsch und an jeder Ecke ein neues Postkartenfotomotiv. Die gesamte historische Altstadt von Straßburg ist UNESCO-Weltkulturerbe, quasi ein einziges Openair-Museum.

Warst Du auch schon mal in im Elsass und in Straßburg? Wie hat es Dir dort gefallen? Irgendwelche Geheimtips die Du nicht mehr geheim halten kannst, weil sie so toll sind das wir sie alle wissen sollten? Dann immer her damit – hier sind Deine Tips in guten Händen :-)

Elsass Tourismus hat mich auf diese Reise eingeladen. Herzlichen Dank dafür! Meine Meinung bleibt selbstverständlich meine eigene.

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11 thoughts on “Bonjour Alsace – Ein Tag in Straßburg

  1. 17. April 2013 at 22:40

    Es sind sehr schöne Eindrücke, die du da festgehalten hast! Ich bin fast ein wenig traurig, dass ich Straßbourg auf meiner spotanen Hatz durch das Elsass neulich ausgelassen habe. Und ich dachte, ich sehe den Kölner Dom auf einem Foto. ;-)
    Vielen Dank für deine Bilderreise. Habe jetzt riesig Hunger auf Flammkuchen. Grrr.

    1. 22. April 2013 at 16:00

      Vielen Dank für Dein Feedback, Heike! <3

  2. 18. April 2013 at 16:17

    Ah, nach Straßburg muss ich auch endlich mal wieder… das letzte Mal war ich vor zwei Jahren da & dein Bericht und die Fotos machen Lust, sofort loszufahren! :) Die Altstadt ist wirklich traumhaft.

    Liebe Grüße

    1. 22. April 2013 at 16:00

      Toll, freut mich das Dir die Fotos gefallen :-) Danke!

  3. Anonymous
    19. April 2013 at 10:37

    Strasbourg ist soooo toll!!! Ich war in den letzten 1,5 Jahren 5x dort und werde sicher immer wieder hinfahren. Früher war ich Paris verfallen, inzwischen finde ich Strasbourg viiiieeeel schöner.
    Im Vox war ich auch schon öfter, ein klasse Kino, wo man 3 Eintrittskarten für 1€ mehr bekommt, als 2 Karten. Lohnt sich, wenn man zu mehreren ist, oder in den nächsten Tagen nochmal ins Kino geht.
    Restauranttip: Cloche à fromage
    Einkaufstip: La Droguerie (für Kreative).
    LG Gabi

    1. 22. April 2013 at 16:01

      Hallo Gabi, vielen dank für Deine Tips! werde ich mir direkt fürs nächste Mal vormerken :-)

  4. Angela
    18. September 2013 at 14:24

    Ich habe eine Zeitlang in Strasbourg gelebt, und Dein Bericht hat mir Heimweh beschert!
    La Droguerie finde ich auch ganz toll, erinnert mich an die Drogerien meiner Kindheit (bevor dieser Geschäftszweig in die Hände von Schleckr und Konsorten fiel). Die Grand‘ Rue ist überhaupt supertoll! Da gibt es Korogo, das Klamottengeschäft mit Ware aus Asien, kein Billigzeugs, sondern schöne Stoffe und Schnitte! Daneben Gölbasi mit dem besten Döner ever; sie stecken das frische Kalbfleisch selber auf den Spiess, anderes Döner esse ich nicht mehr! Schräg gegenüber l’artichaut, ein Künstlercafé (wenn man eine Kategorie braucht), mit vielen Livekonzerten und Donnerstag (nach meiner Erinnerung) Jamsession. Wenn Du ein Instrument und ein paar Jazzstandarts beherrschst – ab auf die Bühne!
    Als Restaurant kann ich la ciboulette empfehlen, nicht mehr in der Grand’Rue, aber auf dem Weg von dort zum Bahnhof. In der entsprechenden Jahreszeit gibt es dort moules marinières oder à la crème mit hausgemachten frites-mmh! Ansonsten gute französische Hausmannskost, der Chef kocht und bedient und ist sehr nett.
    Noch eine Schlussbemerkung:
    Viele beklagen sich, dass die Franzosen, auch die Elsässer, zu Deutschen eher unfreundlich seien; meiner Erfahrung nach lohnt es sich, sein Schulfranzösisch auszugraben, auf jeden Fall nicht davon auszugehen, dass im Elsass sowieso alle deutsch verstehen!
    liebe Grüsse
    Angela

    1. 19. September 2013 at 10:10

      Vielen dank für deinen Kommentar und die Tipps! Von den tollen Drogerien hab ich jetzt schon mehrfach gehört, die werd ich bei meinem nächsten Besuch auf jeden Fall nicht verpassen! Liebe Grüße, sarah

  5. 30. Oktober 2013 at 22:15

    Hach, ein Traum!
    Ich überlege ja gerade für ein Wochenende auf den Weihnachtsmarkt in Straßburg zu gehen. *__*

    Liebe Grüße
    Christina

    1. 30. Oktober 2013 at 22:31

      Wenn die sich Weihnachten genauso mit der Deko ins Zeug legen wie an Ostern, dann solltest Du das auf jeden Fall machen. Tolle Stadt – go for it!

  6. Steffi
    4. März 2014 at 13:13

    Das hört sich alles wunderbar an!
    Ich möchte mit meinem Freund kommendes Wochenende einen Kurztrip nach Straßburg machen. Hat jemand vllt nen Tip für eine nette Pension?

    Danke!

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