Hamburg: Baustellenführung in der Elbphilharmonie und die teuerste Wohnung der Stadt

Man kann ja von der Elbphilharmonie und dem ganzen Bauhickhack halten was man will. Aber beindruckend und ein architektonisches Highlight ist die Elbphilharmonie auf jeden Fall. Und das bereits jetzt im Rohbau. Bei einer Baustellenführung konnte ich die Philharmonie von innen besichtigen.

Dabei hab ich den Mund vor Staunen nicht mehr zubekommen, schmucke gelbe Gummistiefel mit Stahlkappen getragen und die teuerste Aussicht der Stadt aus dem Penthouse in der 25 Etage über ganz Hamburg genossen. Eine geheime „Ich war hier Markierung“ hab ich natürlich auch für den zukünftigen Käufer hinterlassen. Wo und wie bleibt aber ein Geheimnis. Ist doch klar.

„Treten Sie ein, treten Sie näher“
So soll sie mal werden….irgendwann.
Schwarzes Loch? …
… fast! Das wird die 82m lange Rolltreppe die dich direkt zur Aussichtsplattform in die 8. Etage bringen wird. Siehe auch oben bei dem Querschnitt Markierung drei.
Schöner Parken. Parkhaus 2 be.
Up we go! Der Aufzug funktioniert schonmal. Ehrlich.
Aussicht aus der 25. Etage – Knaller, oder?
Wohnzimmer mit Aussicht
Blick von dem Balkönchen
So soll der große Konzertsaal mal aussehen. In der Mitte mit einem gigantischen Oberlicht.
…und so sieht es momentan noch aus.
Die gelben Punkte in der Skizze sind Schalldämpfer. Der große und der kleine Saal sind akkustisch komplett voneinander entkoppelt. Draußen hört man also keinen Pieps wenn drinnen die Pauken schlagen.
Die große Fuge entkoppelt den Saal vom Rest des Gebäudes

Die Akustik des großen Konzertsaals, der 2.000 Plätze haben wird, ist super sensibel und wurde vom Großmeister Yasuhisa Toyota geplant. Toyota gehört zu den Top Akustikdesignern und hat weltweit mehr als 50 Projekte realisiert, darunter die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, die Suntory Hall in Tokyo und die Neuausstattung der Säle des Sydney Opera House. Nicht schlecht, was? Die Akkustik ändert sich sogar je nachdem ob ein Sitz besetzt ist oder nicht. Die Konzertsessel wurden eigens so konstruiert das der Ton immer genau gleich absorbiert wird,  egal ob jemand auf ihm sitzt oder nicht. Sieht dann fertig aus wie ein ziemlich schicker dickgepolsteter Kinosessel.

Mal sehen wann wir uns in die tonabsorbierenden Sessel niederlassen dürfen, um  dann perfekte Akustik im großen Konzertsaal der Elbphilharmonie genießen zu dürfen. Bis auf den Sessel schaff ich es bestimmt mal, ob ich jemals wieder ins Penthouse komme ist eher fraglich.

Treppe vom großen Saal in die Plaza in der 8. Etage
das wird die große Eingangspforte der Plaza
Detail der Verglasung
Safety first aufm Bau!
ohne Sicherheitsgummistiefel geht nix.

Jeden Sonntag kannst Du unter kundiger 90 minütigen Führung die Baustelle erkunden: Die 82 m lange Rolltreppe, die Plaza, das Foyer und die beiden Konzertsäle. Das Penthouse ist leider nicht dabei, das war ein besonderes Schmankerl von Tourismus Hamburg die mich zu dieser Tour eingeladen haben.

Ein Besuch braucht jedoch etwas Planung. Der Vorverkauf beginnt jeweils am Ersten eines Monats für alle Führungen des übernächsten Monats. Momentan kannst Du erst wieder Tickets für September bekommen.

Die Karten kosten aktuell €6 pro Person und können auf der Website der Elbphilharmonie gebucht werden.

Ich wurde auf diese Reise von Hamburg Tourismus eingeladen. Herzlichen Dank! Meine Meinung bleibt hiervon unberührt.

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4 thoughts on “Hamburg: Baustellenführung in der Elbphilharmonie und die teuerste Wohnung der Stadt

  1. 25. Juni 2013 at 21:04

    Ja, die Elbphilharmonie, vielleicht wird sie igendwann mal fertig. Danke für die Fotos, auch wenn sie so ähnlich aussehen, wie der TV Bericht von vor 1 Jahr ;-). War wohl Stillstand für ’ne Weile. Ich bin mal guter Hoffnung, daß sie vielleicht das Rennen gegen den Berliner Flughafen gewinnt :-D. Ansonsten nehme ich mit, daß es eine Aussichtsetage geben wird, da bin ich immer für zu haben. Karten 2 Monate im Vorraus hingegen … wer weiß ob ich dann überhaupt in HH bin ;-). Aber irgendwann wird sie fertig werden …. irgendwann.

    LG
    Michael

  2. 25. Juni 2013 at 22:19

    Ich fand es richtig cool, und vielleicht kann man den Scheich mal bequatschen, der das Penthouse mal kriegt…

    @michael – es stand still, geht aber weiter, das haben wir schon feststellen können. Ein Hotel gibt es ja auch noch in dem Gebilde und der Bereich ist schon soweit, das wir ihn gar nicht mehr besichtigen konnten.

    Ich schau mir das auf jeden Fall auch 2016 im fertigen Zustand noch mal an, das war schon echt beeindruckend !

  3. 28. Juni 2013 at 09:29

    Hört sich ja alles super an! Hoffentlich erleben wir noch die fertige Philharmonie… ;-) Dann möchte ich auch gerne mal auf einem dieser tollen Sessel sitzen und den Musikern lauschen.

    Liebe Grüße
    Jessi

  4. Günter Rosen, Rösrath/Köln
    11. Januar 2017 at 01:34

    War ja „schnell“ fertig und hat nur schlappe 789,- Mio € „Schnäppchen“ gekostet.
    Die Deutschen sollten sich demnächst die Schweizer holen. Der Montblanc-Tunnel war pünktlich fertig und hat nichts mehr als veranschlagt gekostet. Für den Preis der Elbphilharmonie hätten die Schweizer wohl den kompletten Montblanc abgetragen. Genug der Häme.
    Ich hoffe, daß man zeitnah Konzertkarten bekommt. Am meisten bin ich gespannt, ob die Akustik deutlich besser ist als in unsere Kölner-Philharmonie ist, wo wir über 20 Jahre jeden Sonntag akustisch verwöhnt wurden. Ich wünsche der „Elphi“ immer möglichst volle Konzerthallen. Viel Glück und Erfolg.

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