Reise Nostalgie: Blogger erzählen von ihrer ersten Reiseerinnerung – Teil 1 mit Monika von "Travel World Online"

Jeder von Euch hat sie und sie ist immer besonders: Die erste Erinnerung an eine Reise.

Egal ob an die ewig lange Fahrt nach Italien auf der Rückbank des roten Kombis, die erste Sandburg oder wie bei mir an einen Winterurlaub mit Opa und großen Kullertränen die nur von einem Filzhut getrocknet werden konnten.

Ich wollte von deutschen Bloggern wissen, was deren erste Reiseerinnerung ist.

Und da es so viele tolle Blogger & schöne Geschichten voller Reise Nostalgie gibt, wird es in den nächsten Wochen mehrere Posts zu diesem Thema geben.

Den Anfang macht Monika von TravelWorldOnline

„Es ist schon eine ganze Weile her, aber die Erinnerung an meine allererste Reise ist mir immer noch im Gedächtnis. Hat sie doch eigentlich mein ganzes Leben geprägt. Ich war gerade fünf Jahre alt, als ich – zusammen mit meiner jüngeren Schwester – für sechs Wochen in ein Kinderheim nach Wyk auf Föhr an der Nordsee durfte. Anlass dieser für Kinder doch etwas langen Reise war, dass meine Schwester die Vorzüge dieses Luftkurortes brauchte, um sich von einer Kinderkrankheit zu erholen. Und ich durfte sie begleiten, war also quasi ihre Verbindung zur Heimat.

Unsere Familie besaß damals noch kein eigenes Auto. Das war in den Jahren des deutschen Wirtschaftswunders so. Und so fuhren wir zwei Mädchen zusammen mit meiner Mutter mit dem Zug durch ganz Deutschland an die Nordsee. Ein großes Abenteuer, wie Ihr Euch vielleicht vorstellen könnt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie aufgeregt ich war, als die Landschaft so schnell an uns vorüberhuschte.

Ich klebte fast am Fenster, um ja nichts zu verpassen, Und die Aufregung nahm noch zu, als wir uns dem Meer näherten. Das hatte ich bis dahin noch nie gesehen, und ich konnte mir nicht vorstellen, wie es sein würde, Wasser bis zum Horizont zu sehen.

Ganz so war es aber dann doch nicht, zumindest nicht im Hafen von Dagebüll. Dort schifften wir uns bei dichtem Nebel auf der Fähre nach Wyk auf Föhr ein und fuhren – daran kann ich mich noch erinnern, als ob es gestern gewesen wäre – bei ziemlich stürmischem Wetter hinüber auf die Insel in der Nordsee. Dort waren wir beiden dann in einem Kinderheim untergebracht, in dem wir sechs Wochen lang einen recht abenteuerlichen Aufenthalt am Meer verbrachten. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie aufregend es ist, mit fünf Jahren mit zwanzig bis dreißig anderen Kindern jeden Tag durch die Dünen an den Strand zu ziehen, die ersten Schwimmversuche unter der Betreuung des Kinderheim-Personals zu machen. Das erste Mal wurde ich einfach geschnappt und mit den Füßen voraus ins Wasser gesteckt. Schwimmen konnte man das eigentlich noch nicht nennen, aber die ersten Versuche unternahm ich damals. Das war eine aufregende Zeit.

Eine der Episoden, an die ich mich bis heute am besten erinnern kann, ist, dass ich damals am Sandstrand an der Nordsee stand und über die Weiten des Ozeans nach Westen blickte. Er erschien mir riesig. Schon damals war ich fasziniert von Amerika – vielleicht, weil mein Vater immer davon träumte, einmal die Panamericana von Nord nach Süd zu fahren (ein Traum, der für ihn ein Traum blieb). Mich hatte er damit bereits in sehr jungen Jahren infiziert. Und so stand ich da am Sandstrand, blickte nach Westen und dachte: „Da drüben ist Amerika. Da komme ich irgendwann mal hin.“ Meine Reiselust war geboren und lässt mich bis heute nicht los!“

Dieses Versprechen an sich hat Monika Fuchs gehalten. Sie hat Amerikanistik studiert, ging während ihres Studiums zum ersten Mal für ein halbes Jahr auf Reisen von Kalifornien nach New York. Nach ihrem Studienabschluss verbrachte sie ein Forschungsjahr in Kanada, und von da an trieb es sie immer wieder dorthin zurück. Seither hat sie jahrelang dort gearbeitet – wie kann es anders sein: als Reiseleiterin – hat die meisten touristischen Highlights Nordamerikas kennengelernt, und seit 2001 schreibt sie darüber, zunächst auf ihrer Website TravelWorldOnline und seit einigen Jahren nun auf ihrem Blog American Lifestyle & Travel. Der nordamerikanische Kontinent lässt sie nicht los.

Noch mehr Reiseerinnerungen findest Du HIER

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2 thoughts on “Reise Nostalgie: Blogger erzählen von ihrer ersten Reiseerinnerung – Teil 1 mit Monika von "Travel World Online"

  1. Anonymous
    26. Juli 2013 at 15:02

    Mir ging es wie Monika. Ich schaute immer den Flugzeugen nach, weil ich unbedingt nach Californien wollte. Irgendwann hatte ich genug Geld zusammen und dann zog ich mit zwei Freunden los. Wir zelteten und mühten uns mit spärlichem Englisch ab…
    Auch ich studierte später Amerikanistik :-)
    Wenn man eine Sehnsucht verspürt, soll man ihr nachgehen! Da ist immer etwas dran!
    liebe Grüße
    Gabi

    1. 26. Juli 2013 at 16:57

      Hallo Gabi, danke für Deinen Kommentar & das Du Deine Reiseerinnerung mit uns geteilt hast! Liebe Grüße, Sarah

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