Reise Nostalgie: Blogger erzählen von ihrer ersten Reiseerinnerung – Teil 9 mit Inka von „Blickgewinkelt“

Jeder von Euch hat sie und sie ist immer besonders: Die erste Erinnerung an eine Reise.

Egal ob an die ewig lange Fahrt nach Italien auf der Rückbank des roten Kombis, die erste Sandburg oder wie bei mir an einen Winterurlaub mit Opa und großen Kullertränen die nur von einem Filzhut getrocknet werden konnten.

Ich wollte von deutschen Bloggern wissen, was deren erste Reiseerinnerung ist.

Heute gibt es den neunten Teil  mit Inka von „Blickgewinkelt“

„In meinen Kindheits-Sommertagen sind wir ganz klassischerweise immer nach Dänemark gefahren, in ein kleines Holzhaus an einem See, jedes Jahr, bis ich 10 Jahre alt war.

Bei all dem Wust an Bildern im Kopf musste ich erst einmal die alten Fotoalben meiner Mutter durchgehen und habe promt Erinnerungsflashs bekommen: Die Gerüche von Pinien und Räucherfisch stiegen mir in die Nase, Bilder vom Haus, vom See, dem Steg, unserer netten Vermieterin Frau Möller, und Fenja, einer Hündin, die uns jedes Jahr besuchte und die Zeit mit uns und unserem Alpha verbrachte und ich weiß gar nicht mehr, zu wem sie gehörte. Ich erinnere mich an den „Trollwald“, durch den wir vom Parkplatz immer zum Meer gegangen sind, an große Wellen und bunte Sonnenuntergänge, ans Dünenspringen mit anderen Kindern, denn wir waren meistens mit mehreren Familien zusammen dort.

Fisch

Beim Durchblättern der Fotos habe ich eines gefunden, an dessen Szene ich mich tatsächlich noch erinnere, obwohl ich damals nur knapp 3 Jahre alt war: Verschlafen stehe ich im dunklen Hauseingang, blinzele in die helle Sonne draußen und erschrecke mich ordentlich, weil da lauter große Fische vor mir hängen; vermutlich die Angelausbeute meines Vaters. Dass meine Mutter hinter mir ein Foto von dieser Szene gemacht hat, war mir gar nicht bewusst.

Auf dem nächsten Foto stehe ich immer noch etwas verschlafen neben meinem Vater, der seine Fische ausnimmt. Ich bin wohl seit damals schon großer Räucherfisch-Fan.

Fisch2

Danke Sarah, für die Auffrischung der vielen, auch späteren Urlaubsbilder in meinem Kopf: Die seltsamerweise immer sonnigen Stunden auf der Holzterrasse. Die Hängematte im Garten und wer „anschaukeln“ muss. Dass unser Hund bei langen Autofahrten gerne kotzte, weshalb mir damals auch immer schlecht wurde. Den Geburtstag meiner Schwester, auf den ich immer neidisch war, weil er ein „Feriengeburtstag“ war. Die Jeanshüte und Schlaghosen. Die WM 82, bei der wir 28 Leute in unsere kleine Hütte gequetscht haben. Das grüne Schlauchboot, was oben auf den orangefarbenen VW-Passat geschnallt wurde. Meinen pfeiferauchenden Vater, meine glückliche Mutter, und dass keine Badehosen nötig waren, denn so waren unsere 70er – die schönsten Zeiten meines Kinderlebens.

Inka

Inka heute – mit Jeanshut

Einer der Jeanshüte hat die Zeit übrigens gut überstanden: Ich habe ihn vor zwei Wochen im Schwedenurlaub getragen.“

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