Luang Prabang, Laos – Aufatmen zwischen Croissants und Tempeln

„Hörst Du das?“ fragt mich Kelly kurz nach dem wir in Luang Prabang angekommen sind. „Ruhe! Kein Hupen! Herrlich!“. Vielleicht lag es daran, dass wir direkt aus dem lauten Hanoi kamen und nach sechs Wochen Vietnam das dröhnen der Mopeds bereits wie einen ständig präsenten Tinitus verinnerlicht hatten, jedenfalls kam uns Luang Prabang direkt wie eine Oase der Ruhe und der Gelassenheit vor.

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Wir sind von Hanoi nach Luang Prabang geflogen  um der legendären 36h Busfahrt-Hölle zu entkommen, den Flug haben wir über eDreams gebucht, und kamen so bereits entspannt in Laos an. Gute Entscheidung :-)

Luang Prabang war Liebe auf den ersten Blick und ich glaube jeder der nicht ein Herz aus Stein hat wird sich genauso wie wir in diese wunderbare, friedliche Kleinstadt in Laos verlieben müssen. Geht gar nicht anders.

Schon oft habe ich gelesen und gehört, dass Luang Prabang (seit 1995 Weltkulturerbe) eine der schönsten Städte Südostasiens sein soll – und ja sie ist es! Die Franzosen haben deutliche Spuren in der Stadt hinterlassen, die Stadt strotzt nur so von Kolonialbauten. dazwischen finden sich nicht weniger als 33 strahlende buddhistische Tempel und die vielen hervorragenden Restaurants und Cafés laden dazu ein einfach mal den kompletten Tag bei Croissants und Milchkaffee verstreichen zu lassen.

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Fortbewegungsmittel der Wahl: Das Fahrrad, für besonders Faule gerne auch in der Elektrovariante

 

Und so wurden aus geplanten drei Nächten sechs, gefüllt von dem „belle vie“ das die ganze Stadt ausstrahlt. Es ist nicht so das man nichts in Luang Prabang machen kann, es ist eher so das Du nichts machen möchtest außer in den Tag zu leben, da Dich diese Stadt mit ihrem Charme einfach bis zur Bewegungsunfähigkeit einlullert.

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In den französischen Kolonialhäuser sind heute zahlreiche Cafés, Restaurants und Hotels eingezogen. Leider hat der Genuss auch seinen Preis, ein Milchkaffee kostet gut und gerne genauso viel wie zuhause und das schöne Ambiente eines Gasthauses mit Kolonialarchitektur gibt es auch nicht zum Preis einer KaosanRoad Spelunke.

Unser Guesthouse die „Villa Senesouk“ hat pro Nacht $30 gekostet. Dafür bekamen wir ein wunderschönes Zimmer und einer eigenen kleinen Veranda in einer liebevoll alten französischen Villa.

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Unser Guesthouse ist direkt gegenüber des Tempel Vat Sene gelegen, also hätten wir jeden Morgen den Almosengang der Mönche direkt von unserer Veranda beobachten können. Genau einmal habe ich den Almosengang angesehen, danach habe ich zusehr geschämt als das ich mich nochmal (wenn auch aus der Entfernung) dazu  gesellt hätte.

Tempel Vat Sene

Tempel Vat Sene

 Der Almosengang ist ein uraltes tägliches Ritual der Mönche. Bei Sonnenaufgang gehen die Mönche und Novizen aus Luang Prabangs zahlreichen Tempeln entlang des Boulevards und sammeln sticky rice und andere Lebensmittel.

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Hört sich wunderbar an und ist es auch wären da nur nicht die hunderte von mit Bussen angekarrten Touristen die anscheinend jede Gute Erziehung zu Hause gelassen haben. Ein Blitzlichtgewitter hagelte auf die Mönche nieder, Leute stellten sich direkt in den Weg der Mönche und blitzen ihnen ins Gesicht – ein Zirkus! Und was für ein erbärmlicher dazu! Wir sind auch Touristen und obwohl wir mit gebührenden Abstand auf unserer Veranda saßen habe ich mich für jedes einzelne Blitzlicht geschämt. Es war als würde man eine Blumenwiese platt trampeln.

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Wir verbringen unsere Tage damit sämtliche Cafés der Stadt zu testen und mit dem Fahrrad die Umgebung zu erkunden. Um die horrendeden Ausgaben für Kaffeespezialitäten wieder reinzuholen essen wir abends immer auf dem Foodmarket, der überragend budgetschonender aber kein bisschen weniger leckerer ist.

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Satt für 1$ – Sandwichparadies sogar mit Avocados!

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Nudelsuppe und Lemonsoda geht immer.

Wir lassen uns einfach treiben und genießen das die Zeit hier einfach langsamer vergeht. Viel langsamer.

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Letztendlich haben wir es dann doch noch geschafft etwas zu unternehmen. Und es wäre ja eine Schande gewesen hätten wir die die bombastischen Wasserfälle, die Elefanten und den Dschungel der Luang Prabang umgibt verpasst.  Mehr davon gibt es bald – wir basteln gerade noch an dem dazugehörigen Video.

Warst Du auch schonmal in Luang Prabang? Hat Dich diese Stadt genauso verzaubert wie uns? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

edreams hat unseren Flug von Hanoi nach Luang Prabang mit einem Gutschein unterstützt. Vielen Dank!

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4 thoughts on “Luang Prabang, Laos – Aufatmen zwischen Croissants und Tempeln

  1. 1. März 2014 at 13:52

    Die Stadt sieht echt schön aus,habe bisher noch nicht viel von Luang Prabang gehört und auch nicht, dass es eine der schönsten Städte Südostasiens sein soll. Aber das werde ich mir jetzt definitiv merken und es besuchen, wenn ich hoffentlich demnächst mal dort unten bin :)

  2. 12. März 2014 at 12:02

    Schöner Artikel. Ich war auch schon in Luang Prabang und kann mich deiner Meinung nur anschließen. Luang Prabang ist wunderschön.

    Die Aussicht vom Mount Phousi direkt in Luang Prabang zum Sonnenuntergang ist ein besonderes Erlebnis.
    In der Nähe von Luang Prabang befinden sich die Khouang Wasserfälle mit türkisfarbenen, natürlichen Pools zum Abkühlen und es gibt noch so viele interessante Dinge in Luang Prabang und Umgebung zu entdecken.

    Wünsche euch noch viel Spaß in Laos.
    Lg, Christina / City Sea Country

  3. Andrea
    25. August 2014 at 09:07

    Liebe Sarah,
    vielen Dank für den schönen Artikel. Ich war 2012 während eines 3-Monats-Trip durch Indien und Indochina auch in Laos und war von Luang Prabang total begeistert. Wunderschöne Stimmung und wirklich eine der schönsten Städtchen in Asien. Wir waren auch bei den Elefanten (das Camp wurde von einem Deutschen gegründet) – immer wieder ein Erlebnis.
    Dir noch gute Reise und tolle Eindrücke und viele Grüße, Andrea

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